Die Geschichte des Kleingärtnervereins Süd e.V.

1991 bis heute

1991   Die Jahreshauptversammlung am 26. Januar nimmt die neuen Satzungen mit Unterpachtvertrag und Gartenordnung an. Die Satzungsänderungen werden am 22. Mai in das Vereinsregister eingetragen. Bei der erweiterten Vorstandssitzung am 24. September wird der Erweiterungsbau unseres Vereinshauses erneut besprochen und der Bildung eines Bauausschusses zugestimmt.
1992 Am 25. Januar wird der Mitgliederversammlung die Bauplanung für die Erweiterung unseres Vereinshauses vorgestellt. Der 1. Vorsitzende Wilfried Steinmeyer lehnt eine Wiederwahl ab. Er wird durch die Versammlung zum Ehrenmitglied gewählt. Geehrt werden 11 Mitglieder für 20jährige Mitgliedschaft mit der silbernen Ehrennadel und 8 Mitglieder, für 30jährige Mitgliedschaft, mit der goldenen Ehrennadel.
1993 Am 14. Juni kommt es nach einem Einbruch zu einem Brand im Vereinshaus mit erheblichem Sachschaden. Die Baugenehmigung für den Erweiterungsbau unseres Vereinshauses wird am 29. September erteilt.
1994   Unser Verein ist 70. Wir feiern diesen Geburtstag in der Gaststätte Osterhaus. Am 26. Mai stirbt unser langjähriges Ehrenmitglied und Altoberbürgermeister von Osnabrück, Ernst Weber. Er war nicht nur unserem Verein, sondern auch einigen unserer Mitglieder persönlich verbunden. Auf der außerordentlichen Mitgliederversammlung am 3. November wird zur Finanzierung des Erweiterungsbaues einer rückzahlbaren Umlage von DM 100,- pro Mitglied zugestimmt. Viel Zeit wird dem Vereinshausanbau gewidmet. 6 goldene und 13 silberne Ehrennadeln werden verliehen. Die Kosten für die Neugestaltung des Vereinshausspielplatzes betragen DM 9.500,-Die Zusage des Landesverbandes einer Kostenbeteiligung von DM 7.500,- wird nicht eingehalten.
1995   Investitionen in diesem Jahr dienen ausschließlich dem Vereinshausanbau. Alfred Schunk – genannt Sherif“ -, guter Geist unseres Vereins und Vereinshauses wird einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt. Viele Probleme wären ohne ihn größere gewesen.
1996   Es werden 20 Mitglieder mit Ehrennadeln und Urkunden ausgezeichnet. Es ist erfreulich, daß viele Mitglieder dem Verein schon lange Jahre die Treue halten. 11 goldenen und 9 silberne Ehrennadeln werden vergeben. In der Parzelle Klushügel wird die Wasserleitung neu erstellt.
1997   Die Jahreshauptversammlung beschließt, daß Obleute bei Bedarf, ohne Rückfrage, bis zu DM 200,- pro Jahr für Parzellenpflege verwenden dürfen. Für die Teilnahme bzw. Nichtteilnahme zu einer geladenen Parzellenversammlung werden zukünftig 2 Gemeinschaftsarbeitsstunden gutgeschrieben bzw. berechnet. An jedem 2. und 3. Samstag im Monat wird im Bereich des Vereinshauses Gemeinschaftsarbeit durchgeführt. Dort können versäumte Stunden nachgeholt werden. Bei der Erweiterten Vorstandssitzung am 19. März wird unser Gartenfreund Yelmaz Akyurek vorgestellt, der in Zukunft Verbindungsmann zu unseren ausländischen Mitgliedern sein wird. Er wird an den Sitzungen des erweiterten Vorstandes teilnehmen. Zur Erleichterung unserer Verwaltungsarbeit kaufen wir einen Computer und stellen unsere Organisation entsprechend um.
1998   Die offizielle Veranstaltung zum „Tag des Gartens“ findet auf unserem Vereinsgelände statt. Die niedersächsische Ministerin Heidi Merk legt ein „klares Bekenntnis zum Kleingartenwesen in unserem Lande ab“. Aus allen Teilen Niedersachsens sind die Vertreter der Kleingärtnerverbände und -Vereine nach Osnabrück gekommen, um ihre Urkunden entgegenzunehmen. Unsere Anlage Berningshöhe erhält eine Urkunde für die „gute Eingliederung in das Bild der Stadt“.
1999   Unser Verein wird 75. Am 9. Oktober findet die Geburtstagsfeier in unserem Vereinshaus statt. Rechtzeitig zu diesem Anlaß haben wir die Be- und Entlüftungsanlage in unserem Vereinshaus modernisiert.Die Mitgliederversammlung stimmt einem Antrag auf Kündigung der Zeitschrift „Der Kleingarten“ zu. Bei der erweiterten Vorstandssitzung wird einstimmig beschlossen, daß Abstimmungen über Ehrenmitgliedschaften ,aus gegebenen Anlaß nur noch in geheimer Wahl durchgeführt werden. Ein entsprechender Beschluß der Jahreshauptversammlung 2000, wird erwartet. Die Rückzahlung der Anbauumlage beginnt parzellenweise. Bei Pächterwechsel wurde diese Rückzahlung bereits durchgeführt.
2000  Auf Beschluss der JHV soll der Bezug der Zeitung “Der KleinGarten”nur auf freiwilliger Basis erfolgen und nicht wie es bislang üblich war, vom Bezirks- und Landesverband als Pflicht-Abonnement auferlegt sein. Diese Entscheidung wird von den Verbänden scharf kritisiert.
2001    Der Präsident des Landesverband Niedersächsischer Gartenfreunde e.V. spricht auf unserer JHV. Er bedauert den Entschluss des Vorjahres bezüglich der Kleingärtnerzeitung und bittet die Gartenfreunde, diesen Beschluss noch einmal zu überdenken. Der bleibt aber unverändert bestehen. Der Parkplatz Hammersenstraße wird ausgebaut mit Rasenkanten und Betonverbundpflaster. Mit Peter Frankenberg übernimmt ein neuer Vereinswirt die Führung des Schreberstübchens.
2002  Der 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes Osnabrück sprach auf der JHV. Er stellte ganz offen fest,dass das Verhältnis zwischen dem KGV-Süd und dem Bezirksverband nicht sehr gut sei. Der Grund ist die nach wie vor kontrovers ausgetragene Meinungsverschiedenheit zum Bezug der Kleingärtnerzeitung. Auf dieser JHV wurde beschlossen, den Jahresbeitrag auf insgesamt 48,00 Euro zu erhöhen. Für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeit soll ein Gartenfreund 10,00 Euro/ Std. bezahlen. Zur Zeit hat der KGV-Süd 518 Mitglieder und verpachtet 517 Gärten. Ein Garten musste in diesem Jahr an seinen Besitzer wegen Eigenbedarf zurückgegeben werden.
2003  Der Bezirksverband der Kleingärtner Osnabrück hat auf Grund der Differenzen um die Zeitung “Der KleinGarten” beschlossen, dem KGV-Süd die Mitgliedschaft aufzukündigen. Daraufhin wurde eine außerordentliche Mitgliederversammlung einberufen, auf der entschieden wurde, auch jetzt nicht nachzugeben und Rechtssicherheit einzuholen. Unsere Satzung und Gartenordnung wurde neu überarbeitet und modernisiert. Sie wird von der Mitgliederversammlung genehmigt. Am 14.07.2003, dem Tag der Eintragung in dasVereinsregister, tritt sie in Kraft. Diese Satzung bestimmt u.a., dass der gesamte Vorstand für drei Jahre gewählt wird. Da der Ausschluss aus dem Bezirksverband auch den Verlust des FED-Versicherungsschutzes nach sich ziehen würde, sucht der KGV-Süd selbst eine für den Verein günstige FED-Versicherung und fand mit der LVM einen neuen, guten und sehr günstigen Partner.
2004  Da es immer aufwendiger und problematischer wird, die nicht bezahlten Jahresbeiträge zu kassieren, wurde beschlossen, nach drei erfolglosen Mahnungen ein Inkasso-Büro mit dem Einzug des Beitrags zu beauftragen. Die Meinungsverschiedenheiten zwischen dem KGV-Süd und dem Bezirksverband (Bezug Kleingärtnerzeitung) sind geregelt und wurden in beiderseitigem Einvernehmen im Sinne des KGV-Süd beigelegt. Der daraus entstandene Nebeneffekt, ein Wechsel der FED-Versicherung von der Generali zu der LVM stellte sich in jeder Hinsicht  ebenfalls als positiv für die Gartenfreunde unseres KGV-Süd heraus. Unseren 80. Geburtstag feierten wir in unserem Vereinslokal mit einem Empfang am Vormittag und schlossen diesen schönen Tag mit einem tollen Tanzabend für alle Gartenfreunde im vollbesetzten Schreberstübchen ab. Dank der eisernen Sparpolitik unserer Kassiererin G. König konnten wir schon in diesem Jahr das Darlehen , das uns eine Brauerei zur Finanzierung unseres Vereinshausanbau gewährte, ablösen und sind damit wieder unabhängig.
2005 Der Spielplatz am Vereinshaus wird zurück gebaut, weil dieser überwiegend ungenutzt ist und die Pflege und Wartung der Geräte und Sand zur zeit- und kostenaufwendig ist. Jedem Gartenfreund wird ein Schild mit der Hebebuchnummer ausgehändigt, das sichtbar angebracht werden soll. Die Parzelle Schölerberg erhält zur äußeren Begrenzung einen neuen Stabgitterzaun.

Die Jahre 1971-1990

1971 Am 21. März beschließt die Mitgliederversammlung den Jahresbeitrag auf DM 18,00 zu erhöhen. Im „Bundeswettbewerb um die schönste Kleingartenanlage“ erhält die Parzelle Hammersenstraße die Silbermedaille. Zur Erweiterung des Sportplatzes wird ein Teil der Parzelle Klushügel mit 13 Gärten gekündigt und muß 1974 aufgegeben werden. Der Einspruch unseres Vereins beim Regierungspräsidenten wird abschlägig beschieden.
1974 Unser Verein ist „50“. Den 50. Geburtstag feiern wir in der Schloßgartengaststätte. Mit unseren 525 Mitgliedern und ca. 1.700 Familienangehörigen zählen wir zu den großen Vereinen in Osnabrück. Das Durchschnittsalter unserer Mitglieder liegt bei 45 Jahre. Die „Interessengemeinschaft Nahne“ mit 24.540 Quadratmetern Gesamtfläche und 37 Gärten wird Mitglied in unserem Verein. Sie sind die ersten, die nach der Eingemeindung der Randgebiete in Osnabrück, geschlossen einem eingetragenen Verein beitreten. Jedem einzelnen der „Neuen“ wird seine Mitgliedsurkunde von Mitgliedern des Vorstandes ausgehändigt. Mit großer Sorge betrachten wir den zunehmenden Vandalismus. Allein im Januar werden im Bereich Berningshöhe Schäden von ca. DM 5.000 angerichtet. Die Mitgliederversammlung erteilt dem Antrag auf Bau eines Vereinshauses eine Absage. In diesem Jahr werden 2 goldene und 14 silberne Ehrennadeln des Landesverbandes an Mitglieder unseres Vereins verliehen. Beispiele zu den in diesem Jahr geleisteten Gemeinschaftsarbeiten: Die Parzellen Wiesengrund I u.II ziehen 200 Meter Zaun und verlegen 200 Meter Wasserleitung. Die Parzelle Berningshöhe bekommt eine Wasserleitung mit einer Länge von 250 Meter. Die Parzelle Schölerberg zieht 200 Meter Zaun und die Parzelle Hammersenstraße erneuert 350 Meter Zaun.
1975 Die Mitgliederversammlung am 9. März beschließt den Bau eines Vereinshauses. Der Betrag für nicht geleistete Gemeinschaftsarbeitsstunden wird auf DM10,- erhöht. Inmitten unserer 320 Gärten umfassenden Hauptanlage beginnen am 13. September die ersten Arbeiten zur Vereinshauserstellung. 1.005,- DM werden durch Mitglieder gespendet. Am Freitag, den 29. September Grundsteinlegung durch unser Ehrenmitglied Oberbürgermeister Ernst Weber.
1976 Als Ersatz für die aufgegebenen Gärten am Klushügel entsteht auf einem Teilstück des Sportplatzes am Bröckerweg die Parzelle Vogelsang mit einer Gesamtfläche von 5.040 Quadratmeter und 13 Gärten. Am 2. Oktober wird unser Vereinshaus, nach der symbolischen Schlüsselübergabe durch Oberbürgermeister Weber, eröffnet. Die 1. Weihnachtsfeier in unserem Vereinshaus mit über 100 Kinder, ist ein voller Erfolg. Die Anlage Doppheide im Fledder mit 15 Gärten wird uns gekündigt. Als Ersatz sollen im Frühjahr 1977 10 Gärten am Langenkamp errichtet werden. Am 22. Januar beschließt der Bauausschuß der Stadt Osnabrück Laubentypen mit einer Grundfläche von ca. 19 Quadratmeter, entsprechend den Vorschriften von 1962, zuzulassen.
Wegen Beitragserhöhung des Landesverbandes und Abschluß einer Mitgliederhaftpflichtversicherung stimmt die Mitgliederversammlung einer Erhöhung des Jahresbeitrages um DM 2,- zu. 5 Gartenfreunde werden, wegen Verdienste um unseren Verein, unter anderem wegen ihrem großen Einsatz beim Vereinshausbau, mit der goldenen Ehrennadel und einer Urkunde ausgezeichnet. Beim „Landeswettbewerb der schönsten Kleingartenanlagen in Niedersachsen“ erhält die Parzelle Spiegelkamp eine „lobende Anerkennung“. In Gemeinschaftsarbeit wird unter anderem in der Parzelle Nahne eine 350 Meter lange Wasserleitung in den sehr steinigem Boden verlegt.
1977 Der Pachtpreis erhöht sich von DM 0,08 auf DM 0,16 pro Quadratmeter und Jahr. Die bisher gewährten Zuschüsse der Stadt Osnabrück entfallen. Die beim Bau von Typenhäuser geleisteten Sachzuschüsse in Form von Gartenhaustüren und Fenster werden eingestellt. Die Parzelle Langenkamp wird um den Bereich NeuanlageI erweitert. Unser erstes Kinderfest findet im August statt. Die ersten Parzellenwege werden mit Verbundpflaster versehen. Entsprechend neuer Auflagen der Stadtwerke Osnabrück werden alle Wasserhähne ausgetauscht gegen Hähne mit Rückflußverhinderer.
1978   Die Jahreshauptversammlung beschließt, daß Mitglieder mit Eckgärten und großer Außenhecke nur noch eine Gemeinschaftsarbeit von 5 Jahresstunden erbringen müssen. In diesem Jahr werden 4 Mitglieder mit der goldenen und 3 mit der silbernen Ehrennadel ausgezeichnet. Zwei neue Wanderwege führen durch unser Gelände. Nach dem „Teutoweg“, der eine Verbindung zwischen Zoo und Georgsmarienhütte bildet, ist eine neue reizvolle Wandermöglichkeit durch das Hörner Bruch aufgezeigt, die eine Verbindung der Stadtteile Nahne und Sutthausen bildet. Die neue Wanderstrecke führt vom Zoo aus zunächst mit dem Teutoweg durch unsere Anlage zum Hauswörmannsberg, dann weiter durch unsere Anlage zur Sutthauser Straße und von dort bis zum Forsthaus Sutthausen. Beispiele zu den in diesem Jahr geleisteten Gemeinschaftsarbeiten: Parzelle Sonneneck  erhält eine neue Wasserleitung. Die Parzelle  Klushügel eine neue Teilumzäunung. Wir verwenden viel Zeit für unser Vereinshaus und dessen Umfeld, wie z. B.: Verputzen, Grünbepflanzung und Parkplatz herrichten. Einige Zeit wird für das Vermessen der Parzellen Nahne, Wiesengrund I u. II und Bröckerweg aufgewendet.
1979   Unseren 55. Vereinsgeburtstag feiern wir „ganz groß“ in der neu erbauten Stadthalle. Die Parzelle Langenkamp wird um 13 Gärten erweitert. Unsere Gartenanlagen werden der „Öffentlichkeit zugänglich gemacht“, das heißt unter anderem, die Anlagentore werden nicht mehr verschlossen. Am 10. Januar stirbt unser Ehrenvorsitzender Friedrich König. Ihm war die „Große goldene Ehrennadel“ verliehen worden. Ca. 60 Auszeichnungen werden in diesem Jahr in entsprechenden Feierstunden von dem Bezirksvorsitzenden Prof. K.-H. Müller und unserem 1. Vorsitzenden verliehen. Die längste Mitgliedschaft in unserem 55 Jahre alten Verein beträgt 54 Jahre. Gartenfreund Ahring „möchte, nach 15 Jahren Kassierertätigkeit, einem Jüngeren Platz machen“ und stellt sich nicht zur Wiederwahl. Die Mitgliederversammlung stimmt seiner Ernennung zum Ehrenmitglied zu. Die Pflasterung Bröckerweg wird fertiggestellt. Die Stadt Osnabrück kündigt von den im Fledder noch vorhandenen 20 Gärten 11. Unser Verein hat 550 Mitglieder.
1980   Der Jahresbeitrag wird von DM 32,- auf DM 44,- erhöht. Satzungserweiterungen, welche die Gemeinnützigkeit des Vereins betreffen, werden beschlossen. Unsere Mitgliederzahl sinkt auf 537. Einem Antrag auf Vereinshausanbau wird mit dem Vorschlag geantwortet, die notwendigen Planungen, Bauzeichnung und Kostenvoranschläge zur Jahreshauptversammlung 1981 zu erbringen. Die Versammlung stimmt zu.
Geehrt werden 11 unserer Mitglieder mit 6 goldenen und 5 silbernen Ehrennadeln. Preise für die Sieger des „Fotowettbewerbes 1979“ werden verteilt. Die restlichen 9 Gärten im Fledder werden uns gekündigt. Der Vereinsvorstand hat mit Unterstützung des Grünflächenamtes und des Bezirksverbandes Einspruch eingelegt und wird ohne Ersatzlandstellung die Gärten nicht freigeben. Gemeinschaftsarbeiten: Wegebauarbeiten in den Parzellen Wiesengrund I u. II, Nahne, Paradies II, Sonneneck, Morgensonne und Bröckerweg, Parkplatzherstellung und Grünbepflanzung am Vereinshaus.
1981 Die Mitgliederversammlung lehnt den Antrag, „Saalanbau am Vereinshaus“, ab. Bei dieser Versammlung wird unserem bisherigen 1. Schriftführer Kurt Kuck einstimmig die Ehrenmitgliedschaft zuerkannt.
Zu einer Feierstunde mit Ernst Weber und Oberbürgermeister Karl Möller werden an langjährige Mitglieder 5 goldene und 18 silberne Ehrennadeln verliehen. Die letzten 9 Gärten der Parzelle Fledder werden zum 31. Oktober gekündigt. In Gemeinschaftsarbeit wird u.a. durchgeführt: Der Parkplatzbau an Wiesengrund I u. II, Wegepflasterungen in den Parzellen Paradies I, Sonneneck und Abendrot.
1982   Die bei der erweiterten Vorstandssitzung am 25. März 1981 beschlossene Geschäftsordnung, die u.a. Regeln über Redezeiten und Abstimmungen bei Mitgliederversammlungen und „erweiterte Vorstandssitzungen“ enthält, erhält die Zustimmung der Mitgliederversammlung. Der Antrag „Saalanbau am Vereinshaus“ wird nach dem Vorschlag des Bezirksvorsitzenden Prof. Müller zu diesem Thema eine außerordentliche Mitgliederversammlung zu veranstalten und der Zusage des Vorstandes, kurzfristig eine Bauzeichnung und einen Finanzierungsplan zu erstellen, vertagt.
1983 Ein neues Kleingartengesetz tritt am 1. April in Kraft. Es löst das alte Kleingartenrecht ab. Die Mitgliederversammlung stimmt dem Anträgen zu, daß für jede nicht geleistete Gemeinschaftsarbeitstunde DM 20,- eingefordert, der Mitgliedsbeitrag um DM 6,- erhöht und DM 1,- des Mitgliedsbeitrages für „besondere Anlässe“ (ab 70. Geburtstag, goldene Hochzeit, Todesfall) verwendet wird. Gemeinschaftsarbeiten: Weiterführung der Wegepflasterung in den Parzellen Morgensonne und Sonneneck. Beginn der Wegepflasterung in der Parzelle Bergerskamp.
1984   Unsere Mitgliederversammlung am 4. Februar ernennt den Mitbegründer unseres Vereins Emil Krause einstimmig zum Ehrenmitglied. Der 60. Vereinsgeburtstag ist uns eine Festwoche wert. Sie beginnt am 30. September mit einem Frühschoppen im Festzelt, am 6. Oktober wird in der Stadthalle (ganz groß) gefeiert und endet mit einem Feuerwerk am 7. Oktober. Ein Fotowettbewerb wird wegen der großen Nachfrage bis zum 15. September verlängert. Wir haben 563 Mitglieder und 514 Gärten.
1985   Ab 1. Januar beträgt der jährliche Pachtpreis DM 0,20 pro Quadratmeter. Dem neunzigjährigen Gartenfreund Adolf Rüsse wird die Ehrenmitgliedschaft übertragen.
1986 Auf der Jahreshauptversammlung überreicht der 1. Vorsitzende des Bezirksverbandes Professor Karl-Heinz Müller, Kurt Kohlbrecher „in Anerkennung seiner geleisteten Arbeit als 1.Vorsitzender des KGV „Süd“, die „goldene Verbandsnadel“. Die Versammlung stimmt einer Rechtschutzversicherung ab 1987 und einer damit verbundenen Beitragserhöhung zu.
1987   Ab dem 1. Januar sind alle Mitglieder in der DAS – Rechtschutzversicherung versichert. In unserem Vereinshaus wird eingebrochen. Beispiele von durchgeführten Gemeinschaftsarbeiten: Wegepflasterungen in den Parzellen Schölerberg I und Wiesengrund II
1988   Der Jahresbeitrag wird um DM 3,- erhöht. DM 1,- für die Rechtschutzversicherung und DM 2,- für die Erhöhung des Landesverbandsbeitrags. Kurt Kohlbrecher wird nach 17 Jahren Vorstandstätigkeit zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Beispiele von durchgeführten Gemeinschaftsarbeiten: Wegebau in den Parzellen Wiesengrund I, Schölerberg I, Sonneneck/Vogelsang und Wiesengrund.
 1989   Die 65. und die letzte Jahreshauptversammlung, an der offizielle Gäste im Namen der Stadt bzw. Parteien teilnehmen, die nicht Vereins- oder Bezirksmitglieder sind, findet am 21. Januar statt. Richard Huse, der seit 1970 Mitglied und ab 1979 1. Kassierer unseres Vereins ist, wird nach Überreichung eines Bildbandes, einstimmig zum Ehrenmitglied gewählt. Zum 65. Vereinsgeburtstag gibt es am 30. September eine große Zeltfete mit Tanz. Am 1. Oktober Frühschoppen mit „Preisen wie vor Jahrzehnten“. Vom Landesverband werden Gratulanten bzw. eine schriftliche Gratulation vermißt. Der Wegebau in den Parzellen Wiesengrund, Schölerberg I und Sonneneck/Vogelsang (Teutoweg) geht weiter.
1990 Beim Bundeswettbewerb„Gärten im Städtebau“, der vom „Ministerium für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau“ ausgelobt wurde, erhält unsere Anlage Berningshöhe die „Silberne Plakette“. Zu einer Feierstunde waren unter anderen unser 1. Vorsitzender Wilfried Steinmeyer und der Leiter des Günflächenamtes, Herr Schilling, in Bonn um die Auszeichnung dort vom zuständigen Staatssekretär entgegenzunehmen. An dem Wettbewerb haben sich 35 Kleingärtnervereine im Bundesgebiet beteiligt. Auf der Jubilarfeier am 15. Dezember werden 3 Goldene und 21 silberne Ehrennadeln verliehen. Bei einem Brand im Gerätekeller unseres Vereinshauses entsteht ein Sachschaden von DM 15.000,-. Obleuten wird das Recht zugesprochen, Parzellenmitglieder von der Gemeinschaftsarbeit zu befreien. Diese Befreiung muß in den Gemeinschaftsarbeitslisten ausreichend begründet sein.

Die Jahre 1920-1970

1920 Im April wird, durch Aktivitäten der Gartenfreunde Krause und Haupt Kleingartenland, damals „Grabeland“, geschaffen.
Es bilden sich Interessengemeinschaften mit Flächen am Klushügel und im Fledder.
1924 Gründungsversammlung. Der Vorstand, Vorsitzender Gartenfreund Grolle, Kassierer Gartenfreund Krause und Schriftführer Gartenfreund Haupt, wird gewählt. Die Versammlung gibt unserem Verein den Namen: „ Kleingärtnerverein SÜD “.
Es folgen Pachtabschlüsse mit der Stadt Osnabrück über Flächen im Fledder. Pachtabschluß mit der Stadt Osnabrück über Flächen am Klushügel und Flächenerweiterungen im Fledder. Anpachtungen von Flächen zwischen der Lutherstraße und dem Riedenbach.
1927/1932 Die Gartenfreunde Grolle und Krause vertreten die Kleingärtner/innen im
Stadtparlament.
1930 Unter Beteiligung aller Osnabrücker Kleingärtnervereine finden vom 8. bis zum 16. Februar Veranstaltungen mit der Forderung „Schafft Daueranlagen“ statt.
1930 Unter Beteiligung aller Osnabrücker Kleingärtnervereine finden vom 8. bis zum 16. Februar Veranstaltungen mit der Forderung
„Schafft Daueranlagen“ statt.
1931 Pachtabschlüsse mit den „evangelischen Stiftungen Osnabrück“ über Flächen am Bröckerweg ermöglichen die heutigen Parzellen Paradies I und II.
1933 Am 17. Mai werden alle Osnabrücker Kleingärtnervereine in den „Reichsbund der Kleingärtner und Kleinsiedler Deutschlands e.V. Stadtgruppe Osnabrück“ übernommen. Unser Verein existiert in den Jahren bis 1945 nur noch als Vereinsuntergruppe.
Zum 1. Oktober Übernahme von Gartenflächen am Schölerberg.
1935 Unserem Verein wird das Vereinsrecht entzogen.
1936 Unter dem Nationalsozialismus muß jede Vereinsveranstaltung bei der NSDAP angemeldet und genehmigt werden. Neue Gartenflächen werden angepachtet. Die heutigen Parzellen Morgensonne, Abendrot, Waldfrieden und Berningshöhe entstehen.
1938 Pachtvertrag mit der „Domstruktur Osnabrück“ über das Ackergrundstück „Schieferkamp“ (ein Teilstück der heutigen Parzelle Abendrot). Der Vertrag läuft über 5 Jahre (von Michaeli 1938 bis dahin 1943 für den vertraglich vereinbarten jährlichen Pachtpreis von 90,- Reichsmark).
1942 Durch weitere Anpachtungen am Bröckerweg, entsteht die heutige Parzelle „Sonneneck“.
1945 Nach dem „Zusammenbruch“ im April 1945 legt der von der NSDAP bestellte Vorstand, auf Anordnung der Militärregierung seine Arbeit nieder.
1946 Die erste Jahreshauptversammlung nach dem 2. Weltkrieg findet am 27. Oktober in der Gaststätte des Heimattiergartens – unserem heutigen Zoo – statt. Der Gartenfreund Bohnenkämper wird zum 1.Vorsitzenden gewählt. Der Vereinsbeitrag wird auf 3,00 Reichsmark pro Jahr festgelegt und der Pachtpreis pro Jahr beträgt 2 Reichspfennige pro
Quardratmeter. Für die Satzung wird die Zustimmung der Militärregierung eingeholt.
Unser Verein erhält eine „Zuteilung“ von 7.040 kg Thomasmehl, das Kilogramm für 12 bis 14 Reichspfennige und knapp 9000 kg Saatkartoffeln der Sorte Sieglinde, die gegen Abgabe von „Kartoffelmarken“ an unsere Mitglieder weitergegeben werden.
1947 Die steigende Bedeutung der Gärten für die „Selbstversorgung“ mit Kartoffeln, Gemüse und Obst, läßt, die Mitgliederzahl auf 1250 ansteigen und ist Anlaß zu weiteren Anpachtungen. Das Vereinsvermögen beträgt am 30. September 7050,22 Reichsmark.
1948 Mit 1483 eingetragenen Mitgliedern wird die höchste Mitgliederzahl in unserer Vereinsgeschichte erreicht. Am 8. Mai beantragt unser Verein die „Anerkennung auf Gemeinnützigkeit“.
1949 Das Liegenschaftsamt übergibt Flächen für 18 Gärten. Die „Anerkennung auf Gemeinnützigkeit“ wird am 5. April erteilt.
1950 Unserem Verein werden Kleingartenflächen an der Meller Straße und an der Wartenbergstraße gekündigt. Am 1. August wird das erste Satzungsbuch eingeführt.
1952  Über eine Abgabe der Parzelle Klushügel an den Kleingärtnerverein „Nord“ wird abgestimmt. Die Mitgliederversammlung lehnt ab.
1953 Der Mitgliedsbeitrag beträgt DM 3,50 pro Jahr. Am 4. November erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister unter der Nummer: VR1137. Die Parzelle Klushügel erhält eine Wasserleitung.
1954 Es gehen Kleingärten am Galgesch, an der Ertmanstraße, an der Voxtruper Straße und im Fledder durch Kündigungen verloren. Die Mitgliederzahl sinkt auf 550. Neuanpachtungen ergeben die Parzelle Weddendorf und die heutige „Altanlage Langenkamp“. Mit 28.549 Quadratmetern und 62 Gärten entstehen die Parzellen Wiesengrund I und II
1956 Für 88 durch Kündigung verlorene Gärten in verschiedenen Parzellen werden 64 Ersatzgärten erstellt.
1957  Bei der Mitgliederversammlung wird ein Antrag auf „ Austritt aus dem Landesverband“ eingehend besprochen und vorerst zurückgestellt. Für Mitglieder wird ein Hilfsfond eingerichtet, der bei Sterbefällen aktiv wird.
1958 Neue Flächenpachtungen: 5.000 Quadratmeter vom Landwirt Bröcker und 3.000 Quadratmeter von der Stadt Osnabrück.
1960 Die Mitgliederversammlung beschließt den Beitritt zum „Verband Deutscher Kleingärtner“. Die Zeitschrift „Niedersächsischer Kleingärtner“ wird für alle Mitglieder abonniert.
1961 Nach dem Beitritt in den Landesverband folgen Satzungsänderungen. Es gibt neue Mitgliedsbücher.
1962 Die Stadt Osnabrück legt Richtlinien für den Bau von Gartenhäuser fest. Es wird der „Typ C“ empfohlen mit 16 Quadratmetern Grundfläche und Eternitdach. Nur für diesen Typ werden Sachzuschüsse in Form von Türen und Fenstern gewährt.
1965 Pachtabschluß mit den „evangelischen Stiftungen Osnabrück“ über eine Fläche von 20.338 Quadratmetern am Bergerskamp. Es entstehen 48 neue Kleingärten. Die Stadt Osnabrück setzt neue Pachtpreise fest. Unsere Mitglieder zahlen jährlich DM 0,08 pro Quadratmeter.
1966 Als Ersatz für aufgegebene Gärten im Fledder, werden am Bröckerweg weitere 14.000 Quadratmeter gepachtet. Hier entsteht die Parzelle Bröckerweg mit 18 Gärten, der 7 Gärten unserer Altanlage angegliedert werden. Auf dieser Fläche wird 10 Jahre später auch unser Vereinshaus gebaut.
1967 Am 22. Juni werden die neuen Satzungen und die Gartenordnung durch die Mitgliederversammlung genehmigt. Im Bereich Fledder gehen weitere 7.600 Quadratmeter Gartenfläche durch Kündigungen verloren. Die Parzellen Bergerskamp I und II erhalten beim „Bundeswettbewerb der Städte und Gemeinden um die schönste Kleingartenanlage“
die Silbermedaille. Die Goldmedaille wird in diesem Jahr nicht vergeben.
1968 Die Mitgliederversammlung am 3. März beschließt, daß jedes aktive Mitglied bei Bedarf 10 Gemeinschaftsarbeitstunden pro Jahr leisten muß. Für jede nicht geleistete Stunde wird ein Betrag von DM 3,50 berechnet. Sie beschließt außerdem, daß Unterstützungen im Sterbefall entfallen. Auf einer Gesamtfläche von 14.000 Quadratmeter entsteht an der Hammersenstraße die Parzelle Hammersenstraße mit 31 Gärten. Vorleistungen durch die Stadt Osnabrück, wie z.B.: Gartenhausfundamente, Türen, Fenster, Umzäunungen, Parkplätze, Grün- und Wegeanlagen u.a., geben einen guten Start für die Neuen.
1970 Die Altanlage Spiegelkamp, die zum Kleingärtnerverein „Deutsche Scholle“ gehört, wird aufgelöst. Eine Neuanlage Spiegelkamp mit 16.800 Quadratmetern Gesamtfläche und 25 Gärten wird unserem Verein angegliedert. Im Jahr 1976 erhält diese Parzelle beim „Wettbewerb der schönsten Kleingartenanlagen in Niedersachsen“, eine „Lobende Anerkennung“ für den hervorragenden 6. Platz.

 

 

 

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